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Projekte

Runderneuerung | Stoffliche Verwertung | Pyrolyse | Thermische Verwertung

Auf einer Linie in die Zukunft blicken

In den dreieinhalb Jahren seit seiner Gründung hat das AZuR-Netzwerk bereits viel erreicht – möglich gemacht hat diesen Erfolg nur das unermüdliche Engagement der AZuR-Partner. Bei Veranstaltungen wie beispielsweise dem Treffen bei Zeppelin Systems kommen die Netzwerkpartner regelmäßig zum Austausch zusammen, um gemeinsam neue Ideen und Lösungen zu entwickeln. So entstanden viele unterschiedliche Projekte, darunter die Ökobilanz in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut Umsicht und mit Förderung der DBU (Deutsche Bundesstiftung Umwelt) oder das Green Paper im Rahmen des europäischen Green Deal. Mit diesem Paper konnten wir alle relevanten Politiker erreichen, um auf die Bedeutung der Förderung runderneuerter Reifen für die Erreichung der Klimaziele Europas aufmerksam zu machen. Zu den aktuellen Studien

Die vier großen Themen

Um die Arbeit im Innovationsforum Altreifen-Recycling zu strukturieren, erörtern wir die  großen Themenkomplexe Runderneuerung, stoffliche Verwertung, chemische Verwertung /Pyrolyse und mit den angeschlossenen Hochschulen regelmäßig in Arbeitsgruppen. Die Ergebnisse der Workshops werden in das komplette Netzwerk getragen und dort weiter ausgearbeitet, um mit einer gemeinsamen Linie in die Zukunft blicken zu können.

Runderneuerung

Reifen, bei denen lediglich das Profil abgefahren ist, die darüber hinaus aber komplett ohne Schäden sind, eignen sich hervorragend zur Runderneuerung. Dabei wird auf die vorhandene Karkasse ein neues Profil aufgetragen. Im Nutzfahrzeug-Segment sind runderneuerte Reifen schon immer eine relevante Alternative zum Neureifen. Aber auch für PKW ist Runderneuerung eine umweltfreundliche und ressourcenschonende Alternative; hier arbeiten wir aktiv daran, die Akzeptanz zu erhöhen.  Runderneuerte Kfz-Reifen stehen den Neureifen in Funktion, Haltbarkeit und Sicherheit in nichts nach. Dafür werden bei der Produktion weniger Ressourcen benötigt und der Altreifen einem sinnvollen Recycling zugeführt.

 Erfahren Sie mehr über das Thema Runderneuerung auf Runderneuert.de

Stoffliche Verwertung

Ist eine Runderneuerung nicht mehr möglich, steht an zweiter Stelle die stoffliche Verwertung von Altreifen. Hierbei werden die Reifen in ihre Bestandteile (Gummi, Metall, Stofffasern) zerlegt und weiterverarbeitet. So werden wertvolle Sekundärrohstoffe zurückgewonnen, die in unzähligen Produkten den Reifen ein neues Leben geben. Ein problematisches Thema für das Reifenrecycling sind dabei die sogenannten PAK. Dabei handelt es sich um Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, die vom Umweltbundesamt als besorgniserregende Stoffgruppe eingestuft werden. Die Einstufung der Belastung mit PAK bedroht die werkstoffliche Verwertung von Altreifen, da sich verschärfende Grenzwerte negativ auf die Zukunft des Reifenrecyclings auswirken. Zentraler Hebel sind hier die Hersteller von Neureifen – würden diese bei der Herstellung auf die hochbelasteten Ruße verzichten, bzw. den Anteil reduzieren, wäre ein Recycling im Sinne der Kreislaufwirtschaft problemlos möglich und eine sichere Verwertungsmöglichkeit mit Zukunft. AZuR setzt sich für eine neue Weichenstellung ein und geht auf die Politik in Deutschland und der EU zu, um gemeinsam eine Lösung zu suchen. Wir wollen gemeinsam mit Universitäten und Hochschulen Meilensteine setzen und die Verwendung von nachhaltigen Pyrolyserußen in den Fokus nehmen. Zum aktuellen Projekt der Hochschule Aachen

Chemische Verwertung / Pyrolyse

Die Pyrolyse ist ein innovatives Verfahren für das klimafreundliche Recycling von Altreifengummi. Reifen-Gummigranulat wird bei Temperaturen von rund 700 Grad Celsius unter Luftauschluss verdampft und in seine Bestandteile zerlegt: Gas, Öl und Koks (Kohlenstoff-Ruß). Das Gas macht den Pyrolyse-Prozess energieautark. Das Pyrolyse-Öl geht als Rohstoff in die Pharma-, Kosmetik- und Kunststoffindustrie. Der Kohlenstoff-Ruß (rCB – recycelt Carbon Black) wird für die Herstellung von Neureifen eingesetzt, was den Reifen-Wertstoff-Kreislauf schließt. 2024 startet eine neue Projektgruppe zum Thema chemisches Recycling und wir freuen uns, mit unserem Partner Wolfersdorff Consulting und Martin Wolfersdorff sachkundige Unterstützung in den Reihen von AZuR zu haben. Die Beratungsagentur Wolfersdorff Consulting ist Experte für recovered Carbon Black und bringt ihr Know-how in das Netzwerk ein, um einen ökologisch und ökonomisch sinnvollen Reifenkreislauf voranzubringen.

Thermische Verwertung

In der Verwertungshierarchie steht die Thermische Verwertung an letzter Stelle – wenn alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft sind, werden Altreifen der thermischen Verwertung zugeführt. Reifen bestehen aus hochwertigen Rohstoffen, die auch ein hohes energetisches Potenzial besitzen. Daher können Altreifen, die nicht mehr stofflich verwertet werden können, zur Energiegewinnung verbrannt oder per Pyrolyse in ihre Bestandteile zerlegt werden. Durch die Verbrennung reduzieren Altreifen den Verbrauch von Erdöl. Bei der Pyrolyse werden Öl, Gas, Industrie-Ruß (Carbon-Black) und Stahl gewonnen. Mit den Heidelberger Cementwerken haben wir hier einen innovativen Partner im Netzwerk.