Runderneuerung

AZUR findet Wege und Lösung für einen ökologisch und ökonomisch sinnvollen reifen kreislauf

Runderneuerung

Reifen-Runderneuerung – Weiternutzung im Sinne der Circular Economy

In Deutschland wächst die Entsorgungsproblematik bei Reifen. Der Markt des Altreifen-Recyclings ist im Umbruch. Sich ändernde Recyclingwege und ein Deponieverbot verschärfen die Situation. Ein Teil der Lösung ist die Runderneuerung von Reifen. Die möglichen Potentiale werden aktuell bei Weitem nicht ausgeschöpft. Die Gründe dafür sind vielfältig, liegen aber zu großen Teilen in der Unsicherheit der Verbraucher begründet. Daraus resultiert ein negatives Image, welches sich auch aufgrund veralteter und auch teilweise gar nicht vorhandener Daten nur langsam verbessern lässt.
DBU Runderneuerung

Aufgabenstellung

Die Nutzer von Reifen müssen über die ökologischen und wirtschaftlichen Vorteile von runderneuerten Reifen informiert und das bisherige Image im Sinne einer gesellschaftlich erwünschten Nutzung gewendet werden. Runderneuerte Reifen sind per se Öko-Reifen: sie schonen natürliche Ressourcen, benötigen für die Herstellung deutlich weniger Energie, sind qualitativ mit guten Neureifen vergleichbar und unterstützen die lokale mittelständische Wirtschaft.

Zielsetzung

Runderneuerte Reifen müssen wie recyceltes Papier oder recycelter Kunststoff Standard werden. Der Anteil soll im Nutzfahrzeugbereich im Zeitraum von 5 Jahren wieder auf 40 % steigen. Die Runderneuerung ist ein Paradebeispiel für die Circular Economy – der umfassenden Kreislaufwirtschaft vom nachhaltigen Produktdesign über Müllvermeidung bis hin zum Wiederverwerten und Recyceln.
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Maßnahmen
  1. Rollwiderstandsbeiwert-Messungen und Ökobilanz

    Das Prüflabor Nord führt im September Rollwiderstandsbeiwert-Messungen bei Nfz-und Pkw-Reifen durch. Das Fraunhofer Institut Umsicht wird im Anschluss eine Ökobilanz für zwei wichtige Nfz-Reifendimensionen (Antriebsachse und gezogene Achse) und zwei Pkw-Dimensionen erstellen. Die Studie soll belegen, dass die Runderneuerten den Vergleich zu Neureifen in Bezug auf Rollwiderstand und Laufleistung nicht zu scheuen brauchen.

  2. Website

    Der runderneuerte Reifen mit dem bundesweit möglichen Einsparpotential an CO2 und Werkstoff wird dargestellt. Referenzen von Speditionen und ÖNPV zeigen die Praktikabilität und den ökologischen und wirtschaftlichen Vorteil. Autofahrer, Flottenbetreiber und Fuhrparkverantwortliche sollen von der Qualität und der Nachhaltigkeit der runderneuerten Reifen überzeugt werden.

  3. Öko-/Qualitätslabel

    Sobald die Rollwiderstandsbeiwerte und Ökobilanz vorliegt, soll das Öko-/Qualitätslabel entwickelt werden. Fuhrparkbetreiber sollen dieses Label für ihre Flotte und die Kommunikation nutzen dürfen. Die Rahmenbedingungen wie z.B. wie hoch der Anteil der runderneuerten Reifen sein muss, muss definiert werden.

  4. Opinionleader

    Die relevanten Verbände und einschlägige Fachtitel werden in die Kommunikation einbezogen und regelmäßig mit Informationen versorgt.

  5. Öffentlichkeitsarbeit Zielgruppe Werkstätten/Flottenbetreiber

    Eine kontinuierliche Öffentlichkeitsarbeit, Referenzen und Testreifen sollen dafür sorgen, dass sich das Image der runderneuerte Reifen umkehrt und die Ökologie und Wirtschaftlichkeit überzeugt.

  6. Lobbyarbeit

    Die öffentliche Hand muss mit gutem Beispiel vorangehen. Wir müssen die Verantwortlichen in den Kommunen und im ÖPNV erreichen und überzeugen eine feste Quote mit runderneuerten Reifen auszustatten.

beim Kalterneuerungsverfahren wird der profilreiche Laufstreifen auf der abgerauten Karkasse aufgebracht

Quelle: RuLa

Belegen Heißrunderneuerung
die abgeraute Karkasse wird mit einem neuen Lauftstreifen belegt

Quelle: RuLa

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