Am 29. Oktober 2025 lädt die Allianz Zukunft Reifen (AZuR) zum vierten wissenschaftlichen Kolloquium in das Institut für Kunststofftechnik (KTP) der Universität Paderborn ein. Unter dem Motto „Frische Impulse für die Reifen-Kreislaufwirtschaft“ versammelt die hochkarätige Fachveranstaltung Wissenschaftler:innen aus verschiedenen Hochschulen, Instituten und Disziplinen, um neueste Forschungsansätze zur nachhaltigen Verwertung und Weiterverwendung von Altreifen zu präsentieren und zu diskutieren.
Im Zentrum des Kolloquiums stehen spannende Fachvorträge zu Themen wie der mechanischen Aufbereitung von Abfallstoffen für die Pyrolyse (A. Glimm), der ökologischen Bewertung von Karbonisaten aus Altreifen (S. Bogdahn) sowie zur Devulkanisation recycelter Gummimischungen (u.a. S. Jordan, J. Petzke). Auch die Digitalisierung als Hebel für eine effektivere Kreislaufwirtschaft (P. Szabó-Müller) sowie Umweltaspekte des Reifenabriebs (A. Rocha Vogel) werden aufgegriffen. Praktische Lösungen wie der Einsatz von Direkthaftung im Spritzgießprozess (F. Löhr) ergänzen die Themenvielfalt.
Neben dem intensiven wissenschaftlichen Austausch bietet das Kolloquium ein praxisnahes Rahmenprogramm. Ein geführter Rundgang durch das Technikum der Kunststofftechnik erlaubt Einblicke in moderne Forschungslabore und Verfahren. Anschließend vertiefen Workshops in Kleingruppen zentrale Themenfelder wie Pyrolyse, Devulkanisation, Reifenabrieb und nachhaltige Additive. Eine begleitende Ausstellung zeigt innovative Produkte aus Recycling-Gummigranulat und unterstreicht das Potenzial kreislaufbasierter Materialnutzung.
Das AZuR-Kolloquium 2025 versteht sich als Plattform für interdisziplinären Austausch, Wissenstransfer und die Entwicklung gemeinsamer Lösungsansätze im Sinne einer zukunftsfähigen Reifen-Kreislaufwirtschaft. Denn nur im Zusammenspiel von Wissenschaft, Wirtschaft und Netzwerken kann der Wandel zu einer echten Circular Economy gelingen.
Die Forschung im Bereich der Kautschuktechnologie basiert auf simulativen und experimentellen Methoden. Für die experimentellen Untersuchungen stehen in Paderborn ein 32 mm Kautschukextruder der Firma Rubicon und ein 60 mm Stiftextruder von Troester zur Verfügung.
