AZuR gratuliert DKG zum 100-jährigen Bestehen: „Die nächsten 100 Jahre sind kreisförmig“

Die Deutsche Kautschuk-Gesellschaft (DKG) feiert am 24. und 25. September 2026 in Fulda ihr 100-jähriges Bestehen

Logo der Deutschen Kautschuk-Gesellschaft (DKG) mit der Aufschrift '100 Jahre DKG' und den Jahreszahlen 1926-2026, umgeben von stilisierten Gesichtern.

Die Deutsche Kautschuk-Gesellschaft (DKG) feiert am 24. und 25. September 2026 in Fulda ihr 100-jähriges Bestehen. AZuR-Netzwerk-Koordinatorin Christina Guth zeigt in ihrem Jubiläums-Vortrag „Die nächsten 100 Jahre sind kreisförmig“, wie AZuR die Kautschukindustrie vernetzt und weshalb Kooperation entlang der gesamten Wertschöpfungskette entscheidend für die Reifen-Kreislaufwirtschaft ist.

1926 wurde die Deutsche Kautschuk-Gesellschaft in Düsseldorf gegründet. Genau 100 Jahre später bringt die DKG bei ihrer Jubiläums-Jahrestagung in Fulda erneut Fachleute aus Forschung, Entwicklung und Industrie zusammen. Die zweitägige Veranstaltung am 24. und 25. September steht im Zeichen von „100 Jahre DKG“ und verbindet fachlichen Austausch mit dem Blick auf die Zukunft der Kautschukindustrie.

Diesen Zukunftsblick greift Christina Guth in ihrem AZuR-Vortrag auf. Ihre zentrale These: „Die nächsten 100 Jahre sind kreisförmig.“ Die Kautschuk- und Reifenindustrie steht vor der Aufgabe, Produkte und Rohstoffe möglichst lange im Kreislauf zu halten.

Dafür braucht es mehr als einzelne Recyclingtechnologien. Gefragt ist das Zusammenspiel der gesamten Wertschöpfungskette – von Herstellern und Handel über Sammlung und Sortierung, Reparatur und Runderneuerung bis zur mechanischen und chemischen Verwertung sowie Wissenschaft und Politik.

Genau hier setzt AZuR an. Das 2020 gegründete Netzwerk vereint heute mehr als 90 Partner aus Deutschland und Europa und bringt Akteure zusammen, die gemeinsam an einer ressourceneffizienten Reifen-Kreislaufwirtschaft arbeiten.

Wissenschaft und Industrie gemeinsam gefragt

Ein besonderer Schwerpunkt des Vortrags liegt auf der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Materialanalytik, Ökobilanzen, Sortiertechnologien und Prozessforschung schaffen die wissenschaftliche Grundlage, um Kreisläufe weiterzuentwickeln und belastbare Entscheidungen in Wirtschaft und Politik zu ermöglichen.

Hier bestehen zahlreiche Anknüpfungspunkte zwischen DKG und AZuR. Denkbar sind beispielsweise ein verstärkter wissenschaftlicher Austausch, gemeinsame Aktivitäten zu rCB und weiteren Rezyklaten, die Entwicklung von Qualitätsstandards für Sekundärrohstoffe sowie die Vermittlung von Kreislaufwissen an den wissenschaftlichen und technischen Nachwuchs.

„Materialkompetenz und Kreislaufkompetenz gehören zusammen. Wenn wir hochwertige Sekundärrohstoffe wieder in Kautschukmischungen einsetzen wollen, müssen Forschung, Industrie und Verwertung gemeinsam daran arbeiten, Qualität, Prozesse und Standards weiterzuentwickeln“, betont Guth.

Von 100 Jahren Kautschuk-Kompetenz in die Circular Economy

Mit ihrem Jubiläum blickt die DKG auf ein Jahrhundert Kautschukforschung, Materialentwicklung und industriellen Fortschritt zurück. Für AZuR ist dieses Jubiläum zugleich Anlass, den Blick nach vorne zu richten: Digitaler Produktpass, kreislauffähiges Produktdesign, der verstärkte Einsatz von Sekundärrohstoffen und gemeinsame Qualitätsstandards bieten Ansatzpunkte, die Reifen- und Kautschukindustrie weiter in Richtung Circular Economy zu entwickeln.

Die nächsten 100 Jahre sind kreisförmig – und sie brauchen starke Netzwerke, die Materialwissen, Forschung und industrielle Praxis zusammenbringen.

Weitere Informationen zur DKG-Jubiläumstagung 2026